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Transaktionsanalyse - Was ist das eigentlich für mich?Ansichten einer Kinder- Physiotherapeutinvon Karin WollankaImmer wieder werde ich gefragt „Was analysiert ihr da?“, „Welche Transaktionen betrachtet ihr genauer?“. „Die der weltweit agierenden Banken und DAX Unternehmen? Materielle Zu- und Abflüsse?“. Und „Was hat Transaktionsanalyse mit deinem Beruf als Kinder- Physiotherapeutin zu tun?“. In meiner Arbeit begegnen mir täglich körperlich kranke oder entwicklungsverzögerte Kinder. Viele dieser Kinder zeigen sich selbstunsicher, sind angepasst oder rebellierend, sind in ihrem Selbstbild durch ihr „Nicht-Können“ geprägt und verunsichert. Ich treffe auf Eltern mit Ängsten, Sorgen und Fragen, mit einer Palette an Gefühlen und unterschiedlichsten Verhaltensweisen ihren Kindern und deren Schwierigkeiten gegenüber. Ich bin eingebunden in ein Netzwerk aus Vorgesetzten, KollegInnen, Institutionen… ….viel Kontakt und Miteinander …viel gelingende und immer wieder auch schwierige kommunikative Situationen. So kam ich 1998 auf der Suche nach Reflexion, nach anderen - neuen Reaktionsmöglichkeiten, dem Verstehen meiner Rolle und den Dynamiken in herausfordernden Situationen und Gesprächen… zur Transaktionsanalyse. Materielles? Aktien? Zu - und Abflüsse ? Weit gefehlt. Transaktionsanalyse (TA) ist eine psychologische Konzepttheorie, die sich mit Menschen, ihrer Begegnung und Kommunikation miteinander - also der Fülle zwischenmenschlicher „Transaktionen“ in ihrer gelingenden und nicht- gelingenden Weise - beschäftigt. Begründet von Eric Berne in den 60er Jahren ist die TA ein lebendiges und sich weiterentwickelndes Konzept, welches in der Tradition „…der verhaltenstheoretischen Ansätze und tiefenpsychologischen Denkweisen (…) der humanistischen Psychologie und Psychotherapie…“ (1) steht. Die TA gliedert sich in vier Anwendungsfelder: Psychotherapie, Beratung, Organisation, und Pädagogik / Erwachsenenbildung. Auf der Homepage der DGTA (Deutsche Gesellschaft für Transaktionsanalyse) findet sich folgende Beschreibung: „Die TA- Theorie erklärt sowohl innere Prozesse und lebensgeschichtliche Entwicklungen, als auch die Art und Weise der zwischenmenschlichen Kommunikation in allen erdenklichen Situationen des menschlichen Miteinanders (2) (…). Transaktionsanalytische Beratung, Therapie, Lehre und Kommunikation lebt von der Überzeugung, dass die Lösung eines Problems oder Konfliktes immer in den Betroffenen selbst verborgen liegt…“ Immer wieder begeistert mich die Sprache und Verständlichkeit der TA- Theorien und Modelle: Wie z. B.:
„Einfache Worte, doch allen, die sich damit beschäftigen wird schnell klar, dass es sich dabei um „Theorien von großer Tiefe und Dynamik“ handelt.“ (3) Die TA umfasst eine große Vielzahl von Theorien und Modellen, mit denen komplexe kommunikative und psychische Zusammenhänge verständlich dargestellt werden. Dadurch zeigen sich für mich immer wieder neue Wege und Reaktionsweisen für die vielschichtigen Herausforderungen des professionellen Alltags. Des Weiteren bietet mir die TA im Anwendungsfeld Pädagogik/ Erwachsenenbildung eine Fülle von Konzepten wie ich Lern- und Entwicklungsprozesse im Umgang mit den Kindern sinnvoll unterstützen, initiieren, strukturieren und gestalten kann. Dazu gehören die Bedeutung von psychologischen Grund - und Beziehungsbedürfnissen, das Wissen um den „Anerkennungshunger“, die Achtsamkeit hinsichtlich eines durch „Antreiber“ gesteuerten Verhaltens, die Klarheit über meine Rolle z.B. in den verschiedenen Gruppenphasen,…und vieles mehr. Damit hilft mir die TA auch in der Gestaltung der unterschiedlichen Lern- und Entwicklungsräume in denen ich tätig bin. So trage ich als Lehrende zu gutem und angstfreiem Lernen, einer Kultur der Anerkennung und Wertschätzung und damit zur gesunden Entwicklung der bei mir Lernenden in allen Lebensabschnitten und Altersstufen bei. 1) aus dem Handbuch TA ; „ Was ist TA“, R. Balling, E. Hartmann; M. Sell, Th. Weil, DGTA 09/2010
TA LiteraturEine kleine subjektive Auswahl – Nagel 03.07.09
Überblick:Stewart, I. & Joines, V. Dr. Gudrun Hennig, Dr. Georg Pelz
Fundierte Theorie:Schlegel, L. M. Kouwenhoven, R. R. Kiltz, U. Elbing
Basisliteratur:Berne, E. Berne, E.
Anwendungsfeld Beratung / Pädagogik ErwachsenenbildungNagel, N. Stewart, I. Hagehülsmann, H. (Hrsg.)
Schön zu lesen, fachlich nicht ganz aktuell:Babcock, D. E. & Keepers,T. D.
Kostenlos download und fachlich gut:Leonhard Schlegel
Weitere TA – Literatur:Ein umfassendes Literaturverzeichnis mit TA Publikationen finden Sie auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse: www.DGTA.de
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Zuletzt geändert: 17.10.2010 17:46 Noch -463 Tage, -11 Stunden, -36 Minuten und -43 Sekunden bis zur 25. Konferenz der deutschsprachigen Gesellschaften für Transaktionsanalyse DGTA (Deutschland), DSGTA (Schweiz) und ÖTISO (Österreich) Kontakt :: Impressum Site designed by Jonathan Nagel. © 2009 |
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